Professor Lumo und die Tier-Erfinder-Werkstatt – Ein kreatives Projekt mit LEGO Spike Essential für die Grundschule

18. Juni 2026: Vor einem guten Monat berichteten wir davon, dass wir ab sofort die LEGO Education Spike Essential Sets im Verleih haben. Die Mozartschule in Neuhausen veranstaltete Projekttage und bei der Tier-Erfinder-Werkstatt kamen die LEGO-Sets zum Einsatz. Den Ablauf und die Inhalte des eintägigen Projekts zum Kennenlernen der LEGO-Sets möchten wir als Inspiration kurz skizzieren.

Rahmenbedingungen

Dauer des Projekts: Ca. 5 Schulstunden, d.h. ein Schulvormittag

Klassenstufe: 3. und 4. Klasse

Gruppengröße: 20 Kinder, die Kinder arbeiteten zu zweit an einem LEGO-Set

Technische Voraussetzungen: Je ein LEGO-Set mit iPad für 2 Kinder, LEGO Spike App, digitale Präsentationsmöglichkeit, optional: externe Ansteckmikrofone für die iPads

Vorerfahrungen der Kinder: Erfahrungen bei der Bedienung der iPads, keine Vorerfahrung bzgl. der LEGO-Sets.

Materialien: LEGO-Sets, Videobotschaften und Brief von Professor Lumo, Tier-Erfinder-Werkstatt Arbeitsheft

Kurzbeschreibung: Die Kinder erhalten eine Nachricht von einem Professor namens Lumo und lernen LEGO Education Spike Essential kennen, in dem sie für ihn ein Unterwasserboot nach Anleitung bauen und programmieren. In der nächsten Nachricht beauftragt Professor Lumo die Kinder, eigene Tiere (ohne Anleitung) zu entwickeln. Als Sicherung werden kurze Videos der verschiedenen Tiere gedreht.

Einstieg in das Projekt

Zu Beginn trafen sich alle Kinder in einem Sitzkreis. Die LEGO-Sets mit den iPads wurden bereits im Vorfeld auf den Arbeitstischen verteilt, so dass die Kinder neugierig darauf waren, was sich in den gelben Kisten befindet. Eine Kiste wurde gemeinsam geöffnet und die Kinder stellten fest, dass es sich um LEGO-Bausteine handelte, die farblich sortiert waren. Wir besprachen den Vorteil dieser Sortierung und wiesen darauf hin, dass die Sets immer wieder so sortiert werden sollten. Anschließend lernten die Kinder die elektronischen Bauteile der LEGO-Sets kennen: einen Hub mit Gyrosensor, zwei Motoren, eine Lichtmatrix und einen Farbsensor.

Zudem klärten wir die für uns wichtigsten Regeln bei der Arbeit mit den LEGO-Steinen:

  • Schultaschen werden nicht benötigt und sind geschlossen in einer Ecke des Klassenraums bzw. auf dem Gang verstaut.
  • Es wird auf dem weißen Deckel der Sets gebaut (keine Legoteile liegen kreuz und quer auf dem Tisch verteilt!).
  • Nicht benötigte LEGO-Bauteile werden wieder in die Kiste geräumt.
  • Falls ein LEGO-Teil auf dem Boden gefunden werden sollte und keiner Kiste mehr zugeordnet werden kann, wird es in eine „Fundkiste“ gebracht. Beim Check der Kisten am Ende des Projekts können fehlende Teile dort ggf. gefunden werden.

Professor Lumos Nachricht

Im Anschluss lernten die Kinder Professor Lumo in einer Videobotschaft kennen:

Aufgabe der Kinder war also, ein erstes kleines Projekt zu bauen und zu programmieren, damit sie die Sets kennenlernten. Für dieses Projekt nutzten wir die Lerneinheit „Unterwasserabenteuer“ im Bereich „Große Abenteuer“ aus der LEGO Spike App. Vorteil der Lerneinheiten ist, dass die Kinder in Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die sie in der Regel aus ihrer Lebenswelt von LEGO kennen, ein Projekt bauen und im Anschluss schrittweise programmieren. So konnten die Kinder das erste Projekt recht selbständig bauen. Erfahrungsgemäß ist die Geschwindigkeit der einzelnen Gruppen sehr unterschiedlich. Die schnellen Gruppen durften das U-Boot nach ihren Wünschen umbauen bzw. erweitern, z.B. durch Anschluss der Lichtmatrix.

Wir trafen uns im Anschluss im Plenum und schauten uns das Gebaute einer Gruppe nochmals gemeinsam an, um folgende Dinge zu besprechen/wiederholen:

  • Verbindung von Hub und Tablet
  • Programmierbefehle für Motoren
  • Anschluss der Lichtmatrix und Programmiermöglichkeiten

Da das Projekt nur eintägig war, beschränkten wir die möglichen elektronischen Bauteile auf Motoren und Lichtmatrix.

Tier-Erfinder-Werkstatt

Interessant wird die Arbeit mit den LEGO-Bausteinen, wenn die Kinder nicht nach Anleitung bauen, sondern ihrer eigenen Kreativität freien Lauf lassen und sich selbst Dinge ausdenken, diese mit den vorhandenen Möglichkeiten bauen und im Anschluss nach ihren Wünschen programmieren. Genau das wollten wir im zweiten Teil des Vormittags erreichen: Die Kinder bekamen eine zweite Nachricht von Professor Lumo:

Der Brief lag bereits in der Mitte des Sitzkreises. In diesem Brief wurde der konkrete Arbeitsauftrag nochmal schrittweise mitgeteilt. Dieser Arbeitsauftrag war außerdem im kleinen Projektheft hinterlegt, das jede Gruppe ebenfalls bekam. Hilfreich war es, mit den Kindern im Vorfeld zu besprechen, wie sich bestimmte Tiere in unserer Welt an ihre Umgebung anpassen und wie das möglicherweise mit den LEGO-Sets und den elektronischen Bauteilen umsetzbar ist (z.B. Eisbär in der Eiswelt, Fisch in der Tiefsee, Schlange in der Wüste usw.).

Das Projektheft diente gleichzeitig als Steckbrief über das ausgedachte Tier, der bei der späteren Produktion eines kurzen Videos hilfreich war.
Nun ging es in die Arbeitsphase und die Kinder entwarfen, bauten und tüftelten. Die Ergebnisse waren sehr vielfältig, vom paddelndem Tiefseefisch, Farben wechselndem Chamäleon, zwitscherndem fliegendem Vögelchen bis hin zu leuchtendem Eiswolf, Wüstenschlange mit Giftzähnen und bellendem schwanzwedelndem Hund war alles dabei.

Videodreh der Ergebnisse

Da das Gebaute am Ende des Tages wieder auseinander gebaut werden musste, sicherten die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen in Form eines kurzen Videos. Skript dafür war das ausgefüllte Projektheft. Wir hielten den Videodreh so einfach wie möglich und nutzten lediglich kabelgebundene Ansteckmikrofone für die iPads für einen besseren Sound (bei uns im Verleih erhältlich). Als Setting stellten wir einen Tisch vor eine weiße/einigermaßen neutrale Wand und filmten sowohl iPad mit Programmcode als auch das gebaute Tier mit einem iPad, das davor aufgestellt war. Hilfreich für die Aufnahmen war ein zusätzlicher Raum bzw. besser sogar mehrere. Die Videos stellten wir den Kindern per Taskcards zur Verfügung (mit Einverständnis der Eltern im Vorfeld).

Fazit

Das doch recht umfangreiche Programm passte zeitlich gut in den Schulvormittag. Etwas entspannter wäre es sicherlich gewesen, wenn mehr Zeit für den Videodreh und eine gemeinsame abschließende Präsentation (z. B. in Form eines Museumrundgangs) gewesen wäre. Die Kinder arbeiteten sehr motiviert und mit viel Freude an ihren Projekten und trauten sich, selbständig neue Dinge beim Programmieren auszuprobieren. Hilfreich dabei war sicherlich, dass den meisten Kindern die Legobausteine aus ihrer Lebenswelt bekannt waren.

Wir möchten uns ganz herzlich bei der Mozartschule für das Engagement, die tollen Ideen und die erfolgreiche Umsetzung bedanken!

Falls Sie Fragen zum Projekt und der Durchführung haben oder sonstige Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gerne an uns.