Wenn KI-Materialien leichter entstehen, wächst nicht automatisch die Unterrichtsqualität. Damit gute Materialien und Arbeitsweisen für andere nutzbar werden, brauchen sie Kontext, Prüfung, Einordnung und Kuration.
Jans Codex
KI-Ergebnisse wirken oft schneller fertig, als sie fachlich und didaktisch geprüft sind. Für die Unterrichtsvorbereitung hilft die Unterscheidung zwischen Produktqualität und Prozessqualität: Ist das Material brauchbar, und ist der Weg dorthin wiederholbar tragfähig?
Ein KI-Material kann fachlich stimmen und sauber aussehen. Für Unterrichtsvorbereitung reicht das nicht aus: Entscheidend ist, welche Funktion es im Lernprozess übernimmt und welche Entscheidung über Lernen dadurch vorbereitet wird.
Eine KI-Ausgabe kann brauchbar wirken, ohne schon einsetzbar zu sein. Entscheidend ist die Arbeit danach: fachlich prüfen, didaktisch einordnen, an die Lerngruppe anpassen und in Unterricht überführen.
KI kann Unterrichtsvorbereitung erleichtern. Ob daraus Entlastung entsteht, entscheidet sich aber nicht an der Geschwindigkeit der Ausgabe, sondern am gesamten Arbeitsweg: Auftrag, Prüfung, Anpassung und Nutzung im Unterricht.
Gute KI-Ergebnisse entstehen nicht durch einen besonders geschickten Satz allein. Für Unterrichtsvorbereitung braucht ein System fachlichen und didaktischen Kontext: Ziel, Lerngruppe, Vorwissen, Aufgabe, Unterstützung und Qualitätskriterien.
Auftakt einer Reihe zur KI-Nutzung in der Unterrichtsvorbereitung: KI kann unterstützen. Der Nutzen entsteht aber nicht schon dadurch, dass ein Entwurf schnell erzeugt wird. Entscheidend ist, ob Ziel, Kontext, Prüfung und Weiterverarbeitung stimmen.